Türkei festigt Rolle als strategisches Produktionszentrum
Die Türkei hat sich in den letzten Jahren durch konsequente Industrie-, Handels- und Investitionspolitik zu einem attraktiven Standort für internationale Investitionen entwickelt. Ausländische Kapitalzuflüsse unterstützen maßgeblich die Steigerung der Produktionskapazitäten und die Exportleistung des Landes.
Nach Analysen des türkischen Handelsministeriums wurden im Jahr 2025 rund 30 % des Gesamtexports von Unternehmen mit ausländischer Kapitalbeteiligung realisiert. Dies unterstreicht die wesentliche Bedeutung internationaler Investitionen für die Entwicklung der türkischen Wirtschaft und ihren Außenhandel.
Starke Performance trotz globaler Unsicherheiten
Globale Investitionsströme und die Position der Türkei
Wie aktuelle Zahlen des UNCTAD World Investment Report zeigen, sind weltweite direkte Auslandsinvestitionen im Jahr 2025 um 14 % auf 1,6 Billionen US-Dollar gestiegen. Während Investitionen in Industrieländer um 43 % zulegten, sanken sie in Schwellenländern um 2 %. Die Türkei hebt sich hiervon deutlich ab: Mit einem Anstieg der ausländischen Direktinvestitionen um 29 % zählt sie in diesem schwierigen globalen Umfeld zu den erfolgreichsten Ländern unter den aufstrebenden Volkswirtschaften.
Stabiler Zufluss und sektorale Schwerpunkte
Nach Angaben der Zentralbank der Republik Türkei stiegen die direkten Auslandsinvestitionen von 1,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2002 auf 13,1 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 – ein Zuwachs von 12,2 % gegenüber dem Vorjahr. Im Durchschnitt flossen so monatlich 1,1 Milliarden US-Dollar ins Land. Besonders im Fokus stehen investitionsgetriebene Sektoren wie digitale Transformation, klimafreundliche Technologien und die Integration in globale Lieferketten, was die Produktionskapazitäten weiter erhöht und den Export positiv beeinflusst.
Ausländische Unternehmen als Motor des Exports
Firmen mit ausländischem Kapitalanteil erzielten 2025 die höchsten Exportvolumina in die Europäische Union (46,4 Milliarden US-Dollar). Die wichtigsten Zielländer waren Deutschland, das Vereinigte Königreich, die USA, Italien und Frankreich. Besonders Unternehmen aus den USA, Deutschland und den Niederlanden waren führend bei den Exporten.
Investitionen aus der EU machten im Jahr 2025 51,2 % des Exportanteils aller ausländisch kontrollierten Unternehmen sowie 15,5 % des Gesamtexports der Türkei aus. Die Schwerpunkte lagen dabei auf Industriezweigen, insbesondere bei:
- Motorfahrzeugen (Kapitel 87)
- Kesseln, Maschinen und mechanischen Geräten (Kapitel 84)
- Elektrischen Maschinen und Geräten (Kapitel 85)
Diese Entwicklung verdeutlicht die hohe Wertschöpfung der türkischen Industrie und ihre Einbindung in globale Produktions- und Lieferketten. Die Türkei setzt ihren Weg fort, ein zentrales Produktions- und Handelszentrum im internationalen Kontext zu bleiben und verfolgt weiterhin strategische Maßnahmen zur Stärkung des Investitionsklimas und zur nachhaltigen Steigerung ihrer Exportkapazitäten.
















