Fortschritte im Bereich der satellitengestützten Rettungssysteme
Abdulkadir Uraloğlu, Minister für Verkehr und Infrastruktur, informierte über die Jahresbilanz des Hauptrettungskoordinationszentrums (AAKKM), das der Generaldirektion für Seefahrt untersteht. Im Jahr 2025 wurden unter AAKKM-Koordination 634 Rettungseinsätze auf See durchgeführt, bei denen insgesamt 7.861 Menschen gerettet und 101 Personen verletzt geborgen wurden.
Moderne Koordination und internationale Zusammenarbeit
Minister Uraloğlu hob hervor, dass das Zentrum mit moderner technischer Infrastruktur und erfahrenem Personal rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen, arbeitet. Dabei koordiniert es ununterbrochen Rettungsmaßnahmen bei See- und Luftunfällen im türkischen Verantwortungsgebiet. Darüber hinaus arbeitet das Zentrum im Notfall eng mit den Rettungsdiensten anderer Länder zusammen, wenn türkische Schiffe oder Staatsbürger weltweit betroffen sind.
Globale Kapazitäten durch Satellitentechnologie
Dank des COSPAS-SARSAT-Systems können Identität und Standort von Schiffen, Flugzeugen oder Personen in Notlagen binnen Minuten erfasst werden. Die satellitengestützten Systeme ermöglichen es den Einsatzkräften, schnell und zielgerichtet zu reagieren. Notrufsignale werden innerhalb von Minuten verifiziert und die präzise Standortbestimmung gewährleistet eine zügige Weiterleitung der Rettungsteams.
Türkei mit starker Rolle in der internationalen Rettungsarchitektur
Die Türkei gehört zu den 36 Ländern mit einem eigenen Mission Control Center (MCC). Über das türkische MCC werden auch Nachbarländer wie Iran, Irak, Afghanistan, Georgien und Ukraine kostenlos unterstützt. Die Aufnahme weiterer Staaten in das Serviceangebot befindet sich in Vorbereitung.
Erweiterung und Technologisierung der Rettungskapazitäten
Im Rahmen der Verordnung für Such- und Rettungseinsätze bei See- und Luftfahrzeugunfällen wurde das türkische Such- und Rettungsgebiet im östlichen Mittelmeer ausgedehnt, um die Einsatzfähigkeit weiter zu stärken. Zudem arbeitet das Ministerium an einem neuen Such- und Rettungsportal, das die Live-Überwachung aller Einsatzkräfte, die Integration meteorologischer Daten und die Nutzung von Künstlicher Intelligenz in Entscheidungsprozessen vorsieht.
Minister Uraloğlu betonte abschließend, dass das AAKKM mit seiner technischen Ausstattung und internationalen Vernetzung ganzjährig, unter der Prämisse des Schutzes von Menschenleben, die Such- und Rettungsdienste kontinuierlich fortführt.









