Internationale Konferenz beleuchtet die Entwicklung des Halal-Sektors
Im Rahmen des Ersten Internationalen Halal-Akkreditierungskongresses, der in der Orman Genel Müdürlüğü stattfand, betonte Ticaret Bakanı Ömer Bolat die wachsende Bedeutung des Halal-Sektors für die globale Wirtschaft. Laut Bolat belief sich das Marktvolumen des Halal-Sektors im Jahr 2024 auf 2,3 Billionen US-Dollar, nachdem es im Vorjahr 2,5 Billionen US-Dollar erreicht hatte. Für das Jahr 2028 wird eine Steigerung auf 3,5 Billionen US-Dollar erwartet.
Demografische und technologische Faktoren als Wachstumstreiber
Bolat hob hervor, dass bis 2030 weltweit mehr als 540 Millionen junge Muslime leben werden. Das Wachstum dieser Bevölkerungsgruppe, verbunden mit wirtschaftlichen und technologischen Veränderungen, führe zu einer zunehmenden Nachfrage nach Halal-Produkten und -Dienstleistungen auf globaler Ebene.
Rolle der Türkei und internationale Zusammenarbeit
Der Minister betonte die Rolle der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) und die Bemühungen der Türkei, den Handel mit islamischen Ländern auszubauen. Während der Anteil islamischer Länder am türkischen Außenhandel 2002 noch bei 11 % lag, überschritt er 2023 die Marke von 26 %. Das Ziel sei es, diesen Anteil bis 2030 auf über 30 % zu steigern.
Standardisierung und Akkreditierung als Grundlage
Bolat unterstrich die Bedeutung von Standardisierung und Überwachung im Halal-Sektor. Im Jahr 2023 wurde das Islamic Forum of Halal Accreditation Bodies mit 26 Mitgliedsländern gegründet.
Die Halal Akkreditierungsagentur (HAK) der Türkei hat bislang 227 Anträge aus 35 Ländern erhalten und 132 Einrichtungen akkreditiert. Über 2.500 Produktionsstätten verfügen inzwischen über eine Halal-Zertifizierung mit Akkreditierung. Darüber hinaus erhielten mehr als 1.600 internationale Teilnehmer in der Türkei Schulungen zum Thema Halal-Akkreditierung.
Breite Branchenvielfalt und internationale Beteiligung
Der Halal-Sektor umfasst zahlreiche Bereiche, darunter Lebensmittel, Bekleidung, Tourismus, Medien und Kosmetik. Länder wie Saudi-Arabien, Indonesien, Malaysia sowie Gemeinschaften in Nicht-Muslimischen Ländern wie China, Indien, Brasilien und Russland engagieren sich zunehmend in der Halal-Wirtschaft.






















