Geothermische Energie als wichtiger Bestandteil der Energieversorgung
Die Türkei verstärkt ihren Beitrag zur Versorgungssicherheit durch den Ausbau erneuerbarer Energien. Neben Sonnen- und Windkraft nimmt auch die Nutzung von geothermischer Energie zunehmend an Bedeutung zu. Durch die gezielte Nutzung von geothermalen Ressourcen aus dem Untergrund konnte das Land eine beachtliche Kapazität im Bereich der geothermischen Energiegewinnung erreichen.
Installierte Kapazität und Schwerpunkte der Nutzung
Gesamtkapazität und Stromerzeugung
Die aktuell in der Türkei genutzte installierte geothermische Gesamtkapazität beträgt 19.836 Megawatt thermisch. Der wichtigste Einsatzbereich ist laut Angaben des Energieministeriums die Stromproduktion, die mit einem Anteil von 65,5 Prozent an der Gesamtverwendung an erster Stelle steht. Insgesamt sind 68 Geothermalkraftwerke (JES) mit einer Gesamtkapazität von 1.786 Megawatt in Betrieb. Im Jahr 2025 wird für diese Anlagen eine Stromproduktion von 11,66 Gigawattstunden erwartet, was 3,2 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Türkei entspricht.
Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Von Wärmeversorgung bis Landwirtschaft
Ein bedeutender Teil der geothermischen Kapazität, nämlich 12,3 Prozent, wird für die Beheizung von Thermalbädern, Hotels, Spas, Bädern und Krankenhäusern genutzt. Auch im Bereich der Wohnungsheizung spielt Geothermie eine Rolle: 9,68 Prozent der verfügbaren Energie werden für zentrale Heizsysteme eingesetzt, wodurch etwa 170.000 Haushalte versorgt werden.
Die landwirtschaftliche Nutzung ist ein weiteres wichtiges Anwendungsfeld. Rund 9,6 Prozent der geothermischen Energie werden zur Beheizung von Gewächshäusern verwendet, was der Versorgung von etwa 7.000 Hektar Gewächshausfläche entspricht.
Bedeutung für die Zukunft der Energieversorgung
Die kontinuierliche Entwicklung der geothermischen Energienutzung trägt dazu bei, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und nachhaltige Lösungen für verschiedene Sektoren zu schaffen.
Ein Bild zum Thema finden Sie auf der offiziellen Seite des Energieministeriums: Hier klicken.





